adiaphan

Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: August 2026

§ 1 Geltungsbereich, Vertragspartner

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend „AGB") gelten für alle Verträge zwischen ozkardes, Inhaber Halil Özkardes, Neusser Str. 792, 50737 Köln (nachfolgend „Auftragnehmer" oder „Adiaphan") und dem Auftraggeber (nachfolgend „Kunde") über die Erbringung von Leistungen in den Bereichen Performance Marketing, Online-Marketing, E-Commerce-Beratung, Marketplace-Management, Webentwicklung und Softwareentwicklung.

(2) Die Leistungen richten sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts sowie öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Verbraucher im Sinne des § 13 BGB sind nicht Adressat des Angebots.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende Bedingungen des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn ihrer Geltung ausdrücklich schriftlich zugestimmt wurde.

§ 2 Vertragsschluss, Angebote

(1) Angebote des Auftragnehmers sind freibleibend, sofern sie nicht ausdrücklich als verbindlich gekennzeichnet sind. Ein Vertrag kommt durch schriftliche Auftrags­bestätigung des Auftragnehmers oder Beginn der Leistungserbringung zustande.

(2) Nebenabreden, Änderungen und Ergänzungen bedürfen zu ihrer Wirksamkeit der Textform (z. B. E-Mail).

§ 3 Leistungsumfang, Leistungsänderungen

(1) Art und Umfang der Leistungen ergeben sich aus dem jeweiligen Angebot bzw. der Auftragsbestätigung. Soweit nicht ausdrücklich ein Erfolg geschuldet ist, erbringt der Auftragnehmer seine Leistungen im Rahmen eines Dienstvertrags gemäß §§ 611 ff. BGB; ein bestimmter wirtschaftlicher Erfolg (z. B. Umsätze, ROAS, Rankings, Klickraten, Conversion Rates) wird nicht geschuldet.

(2) Der Auftragnehmer ist berechtigt, zur Vertragserfüllung Subunternehmer und Dienstleister (z. B. Plattformen, Tools) einzusetzen.

(3) Änderungen des vereinbarten Leistungsumfangs bedürfen der Textform. Mehraufwände, die durch nachträgliche Änderungswünsche des Kunden entstehen, werden nach den jeweils gültigen Stundensätzen des Auftragnehmers gesondert vergütet.

§ 4 Mitwirkungspflichten des Kunden

(1) Der Kunde stellt dem Auftragnehmer alle für die Leistungserbringung erforderlichen Informationen, Zugänge (z. B. zu Werbekonten, Shops, Analyse-Tools) und Materialien rechtzeitig, vollständig und in geeigneter Form zur Verfügung.

(2) Der Kunde stellt sicher, dass er an sämtlichen von ihm bereitgestellten Inhalten (Texte, Bilder, Videos, Logos, Marken etc.) die erforderlichen Rechte hält und deren Nutzung im Rahmen des Auftrags weder Rechte Dritter noch geltendes Recht verletzt. Der Kunde stellt den Auftragnehmer insoweit von Ansprüchen Dritter frei.

(3) Verzögerungen infolge nicht rechtzeitiger oder unvollständiger Mitwirkung gehen nicht zulasten des Auftragnehmers.

§ 5 Vergütung, Zahlungsbedingungen

(1) Es gilt die im Angebot bzw. in der Auftragsbestätigung vereinbarte Vergütung. Sofern nichts anderes vereinbart ist, verstehen sich alle Preise in Euro netto zzgl. der jeweils geltenden gesetzlichen Umsatzsteuer.

(2) Mediabudgets (z. B. für Werbeanzeigen auf Plattformen wie Meta, Google, TikTok, Amazon) sind nicht Bestandteil des Honorars und werden gesondert abgerechnet oder direkt vom Kunden getragen.

(3) Rechnungen sind, sofern nicht anders vereinbart, innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsdatum ohne Abzug zur Zahlung fällig. Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe (§ 288 BGB) sowie eine Pauschale gemäß § 288 Abs. 5 BGB zu verlangen. Weitergehende Ansprüche bleiben unberührt.

(4) Bei laufenden Leistungen (Retainer) wird die vereinbarte monatliche Vergütung jeweils im Voraus fällig.

§ 6 Laufzeit und Kündigung

(1) Projektbezogene Aufträge enden mit Abnahme bzw. vollständiger Leistungserbringung.

(2) Dauerschuldverhältnisse (z. B. Retainer, laufende Betreuung) haben die im Vertrag vereinbarte Laufzeit. Ohne abweichende Regelung können sie mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende in Textform ordentlich gekündigt werden.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Parteien unberührt. Ein wichtiger Grund liegt insbesondere bei nachhaltigem Zahlungsverzug oder wiederholter Verletzung wesentlicher Mitwirkungspflichten vor.

§ 7 Nutzungsrechte

(1) Sofern der Auftragnehmer im Rahmen des Auftrags urheberrechtlich schutzfähige Arbeitsergebnisse (z. B. Konzepte, Kampagnen, Anzeigen, Grafiken, Code) erstellt, erhält der Kunde nach vollständiger Zahlung der vereinbarten Vergütung ein einfaches, zeitlich und räumlich unbeschränktes Nutzungsrecht für den vereinbarten Vertragszweck.

(2) Der Auftragnehmer bleibt Inhaber sämtlicher weitergehender Rechte. Der Auftragnehmer ist berechtigt, die für den Kunden erbrachten Leistungen anonymisiert bzw., nach Freigabe des Kunden, auch namentlich zu Referenzzwecken zu verwenden.

§ 8 Gewährleistung und Haftung

(1) Der Auftragnehmer haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Ebenso unbeschränkt haftet er nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten) ist die Haftung auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt. Kardinalpflichten sind solche Pflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung des Auftragnehmers, gleich aus welchem Rechtsgrund , ausgeschlossen.

(4) Der Auftragnehmer haftet nicht für Änderungen von Richtlinien, Algorithmen, Preismodellen oder technischen Rahmenbedingungen der eingesetzten Plattformen (z. B. Meta, Google, TikTok, Amazon, Shopify) und nicht für dadurch verursachte Auswirkungen auf Reichweite, Sichtbarkeit oder Ergebnisse.

§ 9 Vertraulichkeit

Die Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Zusammenarbeit bekannt gewordenen vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten und nicht an Dritte weiterzugeben. Diese Pflicht besteht auch nach Beendigung des Vertrags fort.

§ 10 Datenschutz

Beide Parteien beachten die jeweils geltenden datenschutzrechtlichen Bestimmungen, insbesondere die DSGVO und das BDSG. Soweit erforderlich, schließen die Parteien einen gesonderten Auftrags­verarbeitungs­vertrag gemäß Art. 28 DSGVO. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

§ 11 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.

(2) Erfüllungsort und, soweit gesetzlich zulässig, ausschließlicher Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus und im Zusammenhang mit dem Vertrag ist Köln, sofern der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen ist.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB ganz oder teilweise unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen davon unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt eine Regelung, die dem wirtschaftlich Gewollten am nächsten kommt.

Hinweis: Diese AGB stellen eine allgemeine Vorlage dar. Sie ersetzen keine individuelle Rechtsberatung. Vor Verwendung im Rechtsverkehr sollte eine anwaltliche Prüfung im Einzelfall erfolgen.